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Impfung von Klinikbeschäftigten muss in Kliniken stattfinden …

Coronavirus/COVID-19

Impfung von Klinikbeschäftigten muss in Kliniken stattfinden

Versorgung mit Impfdosen stockt selbst für COVID-Stationen
Impfen Wilfried Pohnke Impfung von Klinikbeschäftigten muss in Kliniken stattfinden


In etlichen Kliniken in Baden-Württemberg warten impfwillige Beschäftigte auf Termine für ihre erste Impfung. ver.di liegen Berichte vor, dass in einzelnen Kliniken die Beschäftigten sich selbst um ihre Impfung kümmern müssen. In vielen Landkreis müssen Beschäftigte der COVID-Stationen für die Impfung Termine selbst ausmachen. Die Impfung muss dann zum Teil weit entfernt vom Arbeitsort und auch außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt werden.

Irene Gölz, ver.di Landesfachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales: „Die derzeitige Impfpflicht-Debatte ist für die Kolleginnen und Kollegen auf den COVID-Stationen der blanke Hohn. Die allermeisten warten sehnsüchtig auf ihren Impftermin. In vielen Kliniken im Land gibt es nur Wartelisten und keine Termine. Und dass sie begleitend zu ihrer hochriskanten täglichen Arbeit nun auch noch pauschal als Impfmuffel dargestellt werden, stößt vielen bitter auf.“

ver.di Baden-Württemberg fordert die Landesregierung dringend auf, die Beschäftigten auf den betroffenen Stationen, die auf eine Impfung warten, jetzt mit oberster Priorität zu impfen und den Krankenhäusern dafür die erforderlichen Impfdosen zur Verfügung zu stellen. Zudem erwartet ver.di ein größeres Engagement der Arbeitgeber, um die Prozesse zu beschleunigen.

„Wir müssen jetzt mit der höchsten Priorität diejenigen schützen, die täglich um das Leben der COVID-Patientinnen und Patienten kämpfen. Die Impfungen müssen vor Ort am Arbeitsplatz und natürlich während der Arbeitszeit stattfinden. Die Kolleginnen und Kollegen werden auf den Stationen dringend gebraucht“, so Gölz.

ver.di hatte die Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitswesen aufgefordert, sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen für eine Impfung zu entscheiden, vor allem zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit und der ihrer Angehörigen. Eine Impfpflicht lehnt die Gewerkschaft ab.

Gölz: „Die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen haben seit März letzten Jahres den Job mit dem höchsten Infektionsrisiko, für sich, ihre Angehörigen und für die ihnen anvertrauten Menschen. Allein deshalb wollen die meisten so schnell wie möglich den Impfschutz. Sie haben aber nicht weniger Grundrechte als alle anderen in diesem Land. Auch sie müssen selbstverständlich selbst entscheiden dürfen.“

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